Startseite
Sprechzeiten
Notdienste
Praxisspektrum
Wir über uns
Impressum
Datenschutz
Service


Hausärztliche Versorgung - Prävention - Integrierte Versorgung - Sonographie - Geriatrische Versorgung - Disease Management bei KHK*Diabetes*Asthma*COPD – Kindersprechstunde - Palliative Versorgung

                                 

                     Bitte tragen Sie einen Mund-/Nasenschutz, wenn Sie zu uns kommen!
                                                            


Weiterhin eingeschränkter Praxisbetrieb

Zur Zeit ist es noch nicht wieder möglich, alle Patienten in die Praxis zu lassen, da sicherlich auch Patienten mit Coronaerkältung/-grippe darunter sein werden. Das Gesundheitsamt droht uns weiterhin damit, jede Praxis für 14 Tage zu sperren, wenn sich darin auch nur ein einziger nachgewiesener Coronapatient aufgehalten hat! (Ob sich dies ändern wird, wenn alle Patienten innerhalb der Praxisräume einen Mund-/Nasenschutz tragen, ist noch nicht geklärt).

Die Frage, wie Sie/wir vorgehen, muss also weiterhin in jedem Einzelfall abgeklärt werden. Bitte rufen Sie uns an (das geht auch vom Handy im Auto auf dem Parkplatz!). Telefon: 05334-6590. Ob eine Krankschreibung gerechtfertigt ist, kann man in 90% der Fälle auch am Telefon besprechen!
Falls Sie unbedingt an der Praxistür beraten werden müssen: achten Sie darauf, dass Lauscher Abstand halten!


Falls Sie Fieber haben, teilen Sie uns Sie bitte die Messwerte mit: Höhe und Dauer, Beginn, Verlauf (morgens und abends messen!), am besten ist die rectale Messung (= im Po).

Wir müssen auch wissen, ob Sie Kontakt hatten zu einem Coronapatienten (auch Verdachtsfälle!) , oder selbst in einem befallenen Gebiet waren, Kontakt zu einem zuhause isolierten Patienten hatten, etc. Rezeptbestellungen, etc. sind auch gern über Fax möglich!: 05334-9589082


Das neue Coronavirus verhält sich nicht, wie bisher angenommen, genauso wie das Vogelgrippe SARS-Virus verhält: es ist schon viel früher sehr ansteckend: 80% der Menschen stecken sich schon bei jemandem an, bevor dieser irgendwelche Symptome wie Halsschmerzen, Fieber, Schnupfen hat! Deshalb sind Sie weiterhin moralisch verpflichtet, schon bei den allerersten Erkältungsanzeichen alle Kontakte außerhalb Ihrer Wohnung stark zu reduzieren und möglichst alle Menschen, mit denen Sie in den 2 Tagen davor Kontakt hatten, darauf hin zu weisen!

Bitte achten Sie auch ohne schon vorhandene Infektanzeichen in den nächsten Wochen weiterhin darauf, sich nicht in Gruppen zu begeben und nicht zu engen Kontakt zu vielen verschiedenen Personen zu haben: auch wenn die Erkrankungswelle erfolgreich abgeflacht wurde, soll sie bei der jetzt schrittweisen Lockerung nur gerade so hoch werden, dass die Krankenhäuser nicht zu sehr überlastet werden. Wird sie zu hoch, werden vielleicht auch Sie z.B. nach einem Herzinfarkt oder Autounfall kein Intensivstationsbett mehr für Ihre Rettung aus einem lebensbedrohlichen Zustand finden! Denken Sie bitte nicht nur an sich, sondern auch an Ihre Mitmenschen!



                                                                                        Triage

Als ich zum ersten Mal mit dem Begriff Triage in Berührung kam, war ich in einem Praktikum am Mount Isa General Hospital, Queensland. Mount Isa ist eine Bergwerksstadt mit 30.000 Einwohnern, die nächste Stadt mit ebenso vielen Einwohnern ist 900km entfernt.
Mount Isa hat einen Flughafen, der für Düsenflugzeuge bis 220 Personen zugelassen ist, und ein Allgemeinkrankenhaus. Die angestellten Ärzte und Pfleger müssen hier alle paar Monate eine Übung absolvieren, bei der ein Flugzeugunglück am Flughafen simuliert wird.

Hauptbestandteil der Übung sind drei Zelte: ein grünes, ein gelbes und ein rotes. Der Arzt, der bei Meldung des Unfalles die Leitung zugewiesen bekommen hat, ist nun in der Verantwortung, so viele Leben wie möglich zu retten. Er muss berücksichtigen, dass er nur zwei OP-Säle, 3 Chirurgen, 6 Assistenzärzte, etc. hat. Er muss überlegen, welche Verletzungen eine wie lange OP-Dauer wahrscheinlich erfordern. Er muss berücksichtigen, dass einige Opfer vielleicht zusätzlich nicht gleich sichtbare innere Verletzungen haben werden, die die OP-Dauer stark verlängern können.


Er muss also die anscheinend leicht Verletzten in das grüne Zelt schicken (keine dringenden Maßnahmen erforderlich), die sehr schwer Verletzten in das rote Zelt (zu schwer verletzt für die geringen OP-Plätze) und diejenigen, die operiert werden müssen und eine gute Überlebenschance haben in das gelbe Zelt. Eine wahrhaft übermenschliche Aufgabe, die aber dennoch einer ausführen muss!

Damit dies nicht in unseren Krankenhäusern auftritt, wie jetzt schon zum Teil in Italien (Originalton eines Kollegen: „Es ist hier wie im Krieg!“) muss die Erkrankungswelle so gut wie irgend möglich flach gehalten werden, damit die erwarteten 70% der Bevölkerung sich erst nach und nach infizieren, und immer ausreichend Betten und fähige Arbeitskräfte in den Krankenhäusern zur Verfügung stehen. Ansonsten wäre eine evtl. für eine Zeitlang eine Triage (z.B. nach Alter, Gesundheitszustand, Überlebenschancen,etc.) unausweichlich!


Und wer glaubt, dies betreffe nur die Alten und Schwachen: wenn ein junger Mensch einen Autounfall erlitten, oder eine Blinddarmentzündung hat oder eine andere Notoperation benötigt, und es gibt aufgrund des immensen weltweiten Bedarfs keine Intubationsschläuche für die Beatmungsgeräte mehr, kann dann auch ein lebensgefährlich erkrankter junger Mensch nicht operiert werden...


Bitte lesen: Corona soziale Verantwortung

 
Top