Hausarztpraxis Dr. Daniel und Hedda Ahlwes

 



Zur Zeit ist es trotz der Lockerungen noch nicht wieder möglich, eine große Anzahl von Patienten gleichzeitig in die Praxis zu lassen!

ACHTUNG: Unter anderem aus Haftungsgründen machen wir weiterhin von unserem Hausrecht Gebrauch und verlangen von jedem, der unsere Praxis betritt, die Einhaltung der Hygieneregeln: Desinfektion der Hände beim Betreten der Praxis und und Tragen einer korrekt angelegten FFP2-Maske als Mund-Nasenschutz!



Die Frage, wie Sie/wir vorgehen, wenn Sie Erkältungszeichen wie Fieber, Husten, Halsschmerzen, Schnupfen haben, muss aber trotzdem weiterhin in jedem Einzelfall abgeklärt werden. Bitte rufen Sie uns an, bevor Sie in der Praxis erscheinen (das geht auch vom Handy im Auto auf dem Parkplatz!). Telefon: 05334-6590.
Falls Sie Fieber haben, teilen Sie uns Sie bitte die Messwerte mit: Höhe und Dauer, Beginn, Verlauf (morgens und abends messen!), am besten ist die rectale Messung (= im Po).

Wir müssen auch wissen, ob Sie Kontakt hatten zu einem Coronapatienten (auch Verdachtsfällen!), oder  zu einem zuhause isolierten Patienten hatten, etc.


Rezeptbestellungen, etc. sind weiterhin vorab gern über Fax: 05334-9589082 oder Telefon: 05334-6590 möglich!: 


Das Coronavirus verhält sich nicht, wie anfangs angenommen,  wie andere Viren: es ist schon viel früher sehr ansteckend: 80% der Menschen stecken sich schon bei jemandem an, bevor dieser irgendwelche Symptome wie Halsschmerzen, Fieber, Schnupfen hat. Deshalb sind Sie weiterhin moralisch verpflichtet, schon bei den allerersten Erkältungsanzeichen alle Kontakte außerhalb Ihrer Wohnung stark zu reduzieren und möglichst alle Menschen, mit denen Sie in den 3 Tagen davor Kontakt hatten, darauf hin zu weisen!

Bitte halten Sie sich auch weiterhin an die von der Regierung aufgestellten Regeln, die sich je nach Verlauf innerhalb weniger Wochen verschärfen können, falls die Krankenhäuser durch die Lockerung überlastet werden! 





                                                                                        Triage

Als ich zum ersten Mal mit dem Begriff Triage in Berührung kam, war ich in einem Praktikum am Mount Isa General Hospital, Queensland. Mount Isa ist eine Bergwerksstadt mit 30.000 Einwohnern, die nächste Stadt mit ebenso vielen Einwohnern ist 900km entfernt.
Mount Isa hat einen Flughafen, der für Düsenflugzeuge bis 220 Personen zugelassen ist, und ein Allgemeinkrankenhaus. Die angestellten Ärzte und Pfleger müssen hier alle paar Monate eine Übung absolvieren, bei der ein Flugzeugunglück am Flughafen simuliert wird.

Hauptbestandteil der Übung sind drei Zelte: ein grünes, ein gelbes und ein rotes. Der Arzt, der bei Meldung des Unfalles die Leitung zugewiesen bekommen hat, ist nun in der Verantwortung, so viele Leben wie möglich zu retten. Er muss berücksichtigen, dass er nur zwei OP-Säle, 3 Chirurgen, 6 Assistenzärzte, etc. hat. Er muss überlegen, welche Verletzungen eine wie lange OP-Dauer wahrscheinlich erfordern. Er muss berücksichtigen, dass einige Opfer vielleicht zusätzlich nicht gleich sichtbare innere Verletzungen haben werden, die die OP-Dauer stark verlängern können.


Er muss also die anscheinend leicht Verletzten in das grüne Zelt schicken (keine dringenden Maßnahmen erforderlich), die sehr schwer Verletzten in das rote Zelt (zu schwer verletzt für die geringen OP-Plätze) und diejenigen, die operiert werden müssen und eine gute Überlebenschance haben in das gelbe Zelt. Eine wahrhaft übermenschliche Aufgabe, die aber dennoch einer ausführen muss!


Damit dies nicht in unseren Krankenhäusern auftritt, wie schon zum Teil in Italien geschehen (Originalton eines Kollegen: „Es ist hier wie im Krieg!“) muss die Erkrankungswelle so gut wie irgend möglich austariert werden, damit immer ausreichend Betten und fähige Arbeitskräfte in den Krankenhäusern zur Verfügung stehen. Ansonsten wäre eine evtl. für eine Zeitlang eine Triage (z.B. nach Alter, Gesundheitszustand, Überlebenschancen,etc.) unausweichlich!


Und wer glaubt, dies betreffe nur die Alten und Schwachen: wenn ein junger Mensch einen Autounfall erlitten, oder eine Blinddarmentzündung hat oder eine andere Notoperation benötigt, und es gibt kein freies Bett auf der Intensivstation, kann evtl. dann auch ein lebensgefährlich erkrankter junger Mensch nicht operiert werden...